Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik (m/w/d)

Let’s MINT-Ausbildungsbetrieb:

Clemens Lammers GmbH & Co. KG, Rheine

Dauer:

Die Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen- und  Antriebstechnik (m/w/d) dauert 3,5 Jahre in Betrieb und Schule.

Schulabschluss:

Für die Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik (m/w/d) verlangen die meisten Betriebe einen mittleren Bildungsabschluss.

Antrieb für Deine Zukunft

In diesem Beruf sorgst Du für Bewegung und kümmerst dich darum, wenn mal nicht alles rund läuft. Du befasst dich mit elektrischen Antrieben unterschiedlichster Art und Anwendung. Wer in diesem Beruf arbeitet kennt sich mit Motoren und Generatoren sowie deren Bauteilen, wie Spulen und Wicklungen, aus. Du stellst die benötigten Wicklungen sogar selber her. Zudem lernst Du Programme der Steuerungs- und Regelungstechnik kennen, sodass sich die genannten Maschinen zur richtigen Zeit, auf bestimmte Dauer und in die richtige Richtung bewegen.  Deine Aufgaben liegen unter anderem im Bereich der Demontage und Montage sowie der Inbetriebnahme und Instandhaltung elektrischer Maschinen und Antriebssysteme. Dabei analysierst Du individuelle Kundenforderungen, führst Fehleranalysen durch und konzipierst passende Antriebe.

Vielfalt und Abwechslung

Dich erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, in der Du verschiedene Fachabteilungen durchläufst. Im Bereich der De- und Montage erfolgt die systematische Fehlersuche und Reparatur elektrischer Antriebe. Bei defekten Wicklungen werden in unserer Wickelei entsprechende Wicklungen berechnet, hergestellt und eingebracht. In der Zerspanung lernst Du das Drehen, Fräsen und Auswuchten einzelner Komponenten kennen. Zudem arbeitest Du mit verschiedenen Mess- und Diagnosegeräten, um einzelne Antriebe und Wicklungen zu prüfen. Außerdem bist Du auch bei Kunden vor Ort unterwegs und führst Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten sowie Inbetriebnahmen durch.   

In diesem Beruf kannst Du viel bewegen, wenn Du…..

handwerkliches Geschick mitbringst

dich für das Zusammenspiel von Elektrik und Mechanik interessierst

Freude daran hast, mit innovativer Technik zu arbeiten

Gerne im Team an Lösungen tüftelst

Weitere Infos:

Berufenet Steckbrief

Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik (m/w/d)

Schulfächer, die den Durchblick erleichtern:

Mathe und Physik

Eigenschaften, die nützlich sind:

Handwerkliches Geschick, Sorgfalt, Teamgeist

Was die Let’s MINT-Ausbildungsbetriebe erwarten:

Starke Teamorientierung und gegenseitiges Vertrauen, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen

Insider-Tipps:

„Prüfen, Schrauben, Montieren, Fräsen, in Betrieb nehmen… Quer durch das Land, in den unterschiedlichsten Branchen unterwegs. Bei der Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik kann vieles auf dich zukommen, aber mit Sicherheit KEINE LANGEWEILE“

Niels Holöchter, ehemaliger Auszubildender Elektroniker für Maschinen –und Antriebstechnik

„Alles dreht sich um den Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik. Dein Job ist es, Dinge zum Laufen zu bringen und dafür zu sorgen, dass es so bleibt. Dafür bringst Du mechanisches, elektrisches und programmiertechnisches Wissen mit ein und bist damit top qualifiziert. Elektrische Antriebe bringen Industrieanlagen, Schienenfahrzeuge, Autos und zuletzt die „Wirtschaft“ in Bewegung.“

Martin Mientus, Betriebsleiter der Clemens Lammers GmbH & Co. KG

Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik (m/w/d)

Ein Tag mit:

Philipp Röpke, 20 Jahre alt, allgemeine Fachhochschulreife, 3. Lehrjahr in der Ausbildung zum Beruf des Elektronikers für Maschinen- und Antriebstechnik bei der Clemens Lammers GmbH & Co. KG, Rheine

Der Tag beginnt

Der Arbeitstag beginnt für mich um 6:50 Uhr morgens mit dem Scannen meiner Personalkarte. Ich gehe mich umziehen, lege meine Wertsachen in meinen Spind und begebe mich dann in den Aufenthaltsraum, um meine Getränke und Mittagessen kalt zu stellen.

Ganz wichtig: Teamwork!

Sobald der Gong um 7:00 Uhr ertönt geht es los und ich begebe mich zu der Abteilung, in der ich eingeteilt bin. Momentan ist dies die Dreherei/Zerspanungstechnik. Dort spreche ich mit dem Abteilungsleiter/Azubiparten über die aktuelle Lage, welche Aufgaben gerade anstehen und was eilig ist. Die Dreherei steht in enger Zusammenarbeit mit der Reparaturabteilung/Montage. In der Montage werden die zu reparierenden Elektromotoren/Generatoren auseinander gebaut, auf Fehler analysiert und in die Dreherei gebracht, um weiter bearbeitet zu werden.

Präzises Werken gefragt

Meine Aufgaben bestehen dann daraus, die Aufträge und Teile zu organisieren, sie korrekt zu platzieren und zu schauen, welche Vorgänge noch auszuführen sind. Sobald ich einen Auftrag beginne, scanne ich an dem Barcodescanner den Auftrag ein, um im System zu hinterlegen, dass ich diesen Auftrag gerade bearbeite. Die Kollegen und Kolleginnen aus dem Büro können dann, anhand der Systemauswertung, den Preis bestimmen, den der Kunde zu zahlen hat und ich kann nachschauen, wer diesen Auftrag vor mir schon mal bearbeitet hat, um ihn an den passenden Arbeitsplatz zu stellen. Müssen für Reparaturen neue Teile gefertigt werden, so ist es meine Aufgabe mit der NC-Fräse die Teile zu bearbeiten und sie auf ein genaues Maß zu bringen, welches meist im 0,01mm Bereich liegt. Unter anderem führe ich, unter Aufsicht, auch das thermodynamische Auswuchten durch, bei dem es wirklich darauf ankommt, dass alles genau ausgeführt wird und keine Fehler gemacht werden. Das Zusehen bei komplizierteren Aufgaben gehört natürlich auch mal dazu, allerdings sind die meisten Kollegen immer sehr entspannt, wenn es darum geht, dass ich teure und komplizierte Arbeiten mache.

Ausbildung im Echtbetrieb

In meiner Ausbildung ist großes technisches Interesse und handwerkliches Geschick gefragt. Wir haben bei Lammers keine Lernwerkstatt, in der die Sachen, an denen wir arbeiten später womöglich verschrottet werden – wir als Azubis arbeiten direkt im Echtbetrieb mit, sodass man vom ersten Tag an das Gefühl hat voll dabei zu sein.

Immer wieder etwas Neues kennen lernen

Bei Lammers durchläuft man als Auszubildender alle Abteilungen. Dazu gehören die Montage, die Dreherei, die Wickelei, die Neufertigung (Sonderantriebe), Montage auswärts, das Prüffeld, die Anklemmbank und das Lager/Versand. Ich finde es jeden Tag super, dass man als Auszubildender so in das Tagesgeschäft mit eingebunden wird und ich gut beschäftigt bin. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu tun und es ist immer eine Überraschung. Das hält die Arbeit interessant und anspruchsvoll. 15 Minuten vor Feierabend steht das Parken der Bullis und PKWs an und dann geht es in den Feierabend um 16:15 Uhr.

Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik (m/w/d)

Interview mit Arne Meussen, 2. Lehrjahr, Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik

Warum hast Du Dich nach Deinem Schulabschluss für eine handwerkliche Entscheidung entschieden? 

Das Handwerk bietet mir nach meiner Ausbildung viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich wollte gerne auf eigenen Beinen stehen und mein eigenes Geld verdienen, deshalb habe ich mich für eine Ausbildung in diesem Bereich entschieden.

Was charakterisiert Deine Arbeit bzw. Ausbildung?

Bei mir wird’s nie langweilig. Mein Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich. Elektromotoren sind an verschiedensten Orten und Anlagen verbaut, da sieht man vieles, auch schon während der Ausbildung.

Was gefällt dir besonders?

Das Arbeitsklima bei uns im Betrieb. Und zudem gefällt mir die moderne Ausstattung unserer Werkstatt. Außerdem finde ich gut, dass neben der Arbeit im Betrieb auch der Schulalltag für mich sehr praxisorientiert und spannend gestaltet ist.

Gibt es etwas, was Du zu Beginn als schwierig empfunden hast, das Dir heute aber leicht fällt?

Am Anfang war das lange Stehen schon eine Herausforderung für mich, aber daran gewöhnt man sich. Das Verständnis von elektrischen und mechanischen Zusammenhängen fällt mir auch stetig leichter.

Was ist aus deiner Sicht an dieser Ausbildung besonders spannend?

Die Umwandlung von potentieller Energie in mechanische Energie durch Elektromotoren. Mich faszinieren die elektrischen und mechanischen Zusammenhänge, die mir anfangs noch gar nicht so klar waren.

Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik (m/w/d)

Weiterqualifizierungen nach abgeschlossener Ausbildung:

Meister/in:

z.B. Elektromaschinenbaumeister/-in / Dauer: Vollzeit 1 Jahr oder Industriemeister/-in Fachrichtung Elektrotechnik / Dauer: Vollzeit ca. 1 Jahr, Teilzeit ca. 3,5 Jahre

Techniker/in:

z.B. Techniker/in / Dauer: Vollzeit ca. 1 Jahr, Teilzeit ca. 3 Jahre

Studium:

z.B. Ingenieur/in für Elektrotechnik oder Maschinenbau / Dauer: Bachelorstudium ca. 3 Jahre

Jobmöglichkeiten:

Als Meister/in:

z.B. als Industriemeister/in Fachrichtung Elektrotechnik: Fach- und Führungsaufgaben z.B. in Elektromaschinenfabriken, Planungs- und Überwachungstätigkeiten, Qualitätskontrolle, Prozessoptimierung etc.

Als Techniker/in:

z.B. als staatl. gepr. Techniker/in: technische, organisatorische, kaufmännische Aufgaben in der Planung, Entwicklung, Produktion, Wartung und dem Vertrieb von elektrischen Antrieben

Mit Hochschulabschluss:

z.B. als Ingenieur/in für Elektrotechnik oder Maschinenbau: Leitungsfunktionen in Produktionsunternehmen