Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik

Elektroniker Energie- und Gebäudetechnikg Fabian Selmigkeit posiert mit bunten Buchstaben MINT for VerteilerkastenLet’s MINT Ausbildungsbetrieb:

Otte Haustechnik GmbH, Bad Laer

Dauer:

Die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik dauert 3,5 Jahre in einem Handwerksbetrieb und der Berufsschule.

Schulabschluss:

Für die Ausbildung verlangen die meisten Betriebe einen Realschulabschluss. 2015 hatten 54% der Ausbildungsanfänger/innen einen mittleren Bildungsabschluss, 33% den Hauptschulabschluss und 11% Abitur.

Spannung garantiert

Ohne Strom nix los: kein Fernsehen, kein Handy oder Computer. Von Waschmaschine, Heizung oder der warmen Mahlzeit mal ganz zu schweigen. Und natürlich wäre es auch in den vielen Produktionsbetrieben zappenduster. Als Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik hältst du unseren von Technik durchdrungenen Alltag am Laufen. Du planst und installierst ganz unterschiedliche elektrotechnische Anlagen. Das kann die Neuinstallation der elektrischen Versorgung in einem Neubau ebenso sein wie die Sanierung in einem Altbau.

Vielfältige Aufgaben an wechselnden Arbeitsplätzen

Darüber hinaus montierst und sicherst du auch elektrische Geräte von der Waschmaschine bis zur großen Anlage in einem Industriebetrieb. Zu deinen Aufgaben gehören auch die Planung und Einrichtung von Satelliten- und Telefonanlagen. Auch bei der Gebäudeautomation und der Einrichtung von Alarmanlagen und Sicherheitstechnik ist dein Können gefragt. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich für Elektroniker/innen Energie- und Gebäudetechnik ist die Wartung und Reparatur von elektrischen Anlagen. Fällt irgendwo der Strom aus oder eine einzelne Anlage, bist du zur Stelle, analysierst den Fehler und behebst ihn.

In diesem Beruf hast du wechselnde Arbeitsplätze. Häufig arbeitest du in Privathaushalten. Aber auch in öffentlichen Gebäuden oder Gewerbebetrieben ist dein Einsatz gefragt oder in der Werkstatt deines Betriebs. Dabei hast du immer mit wieder mit anderen Menschen zu tun.

Daran solltest du Spaß haben

Geschickt Handwerken

Sorgfältig und eigenverantwortlich Arbeiten

Sich immer wieder auf andere Menschen einstellen

Entscheidungen treffen

Weitere Infos: Berufenet der Arbeitsagentur

 

Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik

Elektroniker Fabian Selmigkeit steht mit einem Kollegen vor einem Schaltplan und bespricht mit ihm die anstehenden AufgabenSchulfächer, die den Durchblick erleichtern:

Mathe, Physik, Werken, Technik, Informatik

Eigenschaften, die nützlich sind:

Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsstärke, handwerkliches Geschick

Was die Let’s MINT-Ausbildungsbetriebe erwarten:

Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, die Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Menschen / Kunden einzulassen, sauberes und freundliches Auftreten

Insider-Tipp

„Der Beruf des Elektronikers ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Wichtig für die Arbeit sind handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Um elektrotechnische Anlagen zu planen, zu installieren oder bei ihnen Fehler zu beheben, ist Organisationsgeschick von Vorteil. Und man muss die eigene Firma gut repräsentieren können, da man viel mit Kunden zusammenarbeitet.“

Fabian Selmigkeit, Auszubildender Otte Haustechnik

Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik

Der Azui zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik Fabian Selmigkeit steht im Rohbau vor einer unverputzten Wand und hält ein Bündel Stromkabel in der Hand, das hinter ihm aus der Wand kommt.Ein Tag mit:

Fabian Selmigkeit, 18 Jahre, Realschulabschluss, im 3. Ausbildungsjahr zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik bei Otte Haustechnik GmbH, Bad Laer

Sicherheit ist das A und O

Mein Arbeitstag beginnt um sieben Uhr morgens in der Firma. Zuerst gucke ich auf den Plan am schwarzen Brett in der Werkstatt bei welchem Gesellen ich mitfahre und wo es hingeht. Mit meinem Kollegen bespreche ich, was wir alles an Werkzeugen und Materialien benötigen. Gemeinsam beladen wir den Firmenwagen, einen Transporter. Dann fahren wir entweder zu einer Baustelle in einem Privathaus oder in eine Firma.

Arbeit in zehn Meter Höhe

Heute geht’s in ein größeres Unternehmen, um dort neue Elektroleitungen zu verlegen. Vor Ort besprechen wir zunächst, was genau unsere Aufgaben sind und wie wir vorgehen wollen. Die Stellen, an denen wir die Leitungen verlegen sollen, liegen in dieser Firma zehn Meter hoch. So eine Arbeit können wir nur mithilfe eines Steigers erledigen. Das ist eine elektrisch verfahrbare Hubarbeitsbühne. Es kommt in meinem Beruf häufiger vor, dass ich in großen Höhen arbeiten muss. Dafür sollte man unbedingt schwindelfrei sein. Angst habe ich bei solchen Arbeiten noch nie gehabt. Auf dem Steiger können wir gefahrlos arbeiten, außerdem sind wir noch mit einem Gurt gesichert.

Immer neue Einsatzorte und andere Aufgaben

Wir verlegen die Leitungen in unterschiedlichen Kabeltrassen. Das sind vorgegebene Wege, ähnlich wie Straßen oder Bahnschienen, auf denen in Großbauten oder Produktionsbetrieben größere Mengen an Leitungen und Kabeln verlegt werden können. In Privathäusern werden diese Leitungen in der Regel in der Wand verlegt. Der Vorteil dieser Trassen ist es, dass man die elektrische Anlage jederzeit erweitern oder defekte Leitungen problemlos austauschen kann. Unsere Kabel werden für eine neue Produktionsmaschine benötigt. Deshalb müssen wir die Leitungen noch an der Maschine anschließen und auch an den Verteiler für den elektrischen Strom. Vorher müssen wir unbedingt den Hauptschalter für die Stromzufuhr abschalten. Dabei gehen wir nach festgelegten Sicherheitsregeln vor, damit auf keinen Fall irgendjemand die Stromzufuhr wieder einschalten kann während wir noch arbeiten. Das könnte für uns tödlich sein. Auf Sicherheit wird in meinem Beruf besonders geachtet.

Zum Schluss müssen wir unseren Arbeitsplatz gründlich aufräumen. Das ist wichtig, denn wir wollen unseren Kunden keine Unordnung und möglichst wenig Dreck hinterlassen. Gegen 16 Uhr kommen wir in der Firma wieder an. Nachdem wir den Wagen ausgeräumt haben, ist Feierabend. Morgen werde ich eine andere Aufgabe haben. Das mag ich an meinem Beruf: Ich habe immer neue Einsatzorte und immer unterschiedliche Arbeiten, die ich durchführe.

Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik

Porträt des Elektronikers Energie- und Gebäudetechnik Fabian Selmigkeit, der freundlich in die Kamera lächeltInterview mit Auszubildenden Fabian Selmigkeit.

Wie bist du darauf gekommen, dich zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik ausbilden zu lassen?

Es liegt in der Familie (lacht). Mein Opa und mein Onkel waren schon Elektriker. Als ich ein Schulpraktikum als Elektroniker gemacht habe, wurde mir schnell klar: Das ist auch mein Beruf.

Welche Fähigkeiten, Eigenschaften sollten an dem Beruf Interessierte unbedingt mitbringen?

Wichtig für die Arbeit sind handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Um elektrotechnische Anlagen zu planen, zu installieren oder bei ihnen Fehler zu beheben, ist die Fähigkeit zum Planen und Organisieren von Vorteil. Und man muss die eigene Firma gut repräsentieren können, da man viel mit Kunden zusammenarbeitet.

Gibt es etwas, das du bei deiner Arbeit gar nicht magst?

Nein, mir gefällt mein Beruf so wie er ist.

 Was empfiehlst du Schülerinnen und Schülern in der Berufswahl?

Jeder sollte sich gut informieren und dann auf jeden Fall ein Praktikum machen. Man macht seine Arbeit ja fast 50 Jahre. Das muss dann auch schon Spaß machen. Deshalb  sollte man sich vor der Entscheidung den Berufsalltag genau anschauen.

Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik

Elektroniker Fabian Selmigkeit steht im Lager an einem Tresen und füllt seinen Stundenzettel ausWeiterqualifizierungen nach abgeschlossener Berufsausbildung:

Handwerksmeister/in: z.B. Elektrotechnikermeister/in / Dauer: Unterschiedlich, je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform (Vollzeit/Teilzeit/Fernunter­richt) oder: Industriemeister/in Elektrotechnik

Techniker/in: z.B. Techniker/in Elektrotechnik Schwerpunkt Energietechnik (staatl. Geprüft) / Dauer: Vollzeit 2 Jahre, in Teilzeit 3-4 Jahre.

Fachwirt/in: z.B. für Solartechnik (Prüfung durch die Handwerkskammer) / Dauer: variiert je nach Handwerkskammer

Studium: z.B. Elektrotechnik oder Energietechnik / Dauer: ca. 3 Jahre