Let’s MINT Reparierwerkstätten an Schulen – Schüler/innen reparieren für die Zukunft

Ein Mann in blauer Arbeitskleidung und eine Schülerin stehen an einer Werkbank und schauen konzentriert auf ein Messgerät.In einem Modellprojekt hat die gemeinnützige Unternehmerinitiative Let’s MINT e.V. an drei Schulen – der Ludwig-Windthorst-Oberschule Glandorf, der Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer, der Gesamtschule Ibbenbüren – Reparierwerkstätten für Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Hier konnten Jugendliche einmal wöchentlich auf Basis einer AG defekte Haushaltsgegenstände und Konsumgüter wie Staubsauger, Toaster, Handy, Drucker, PC etc. reparieren. Gefördert wurde das gut zweijährige Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück.

Die Let’s MINT-Reparierwerkstätten wurden vom Verein als externer Anbieter an den Kooperationsschulen eingerichtet und betreut. Während der Pilotphase nahmen Schüler/innen der Jahrgangsstufen 8, 9, 10 an Ober- und Gesamtschulen auf Basis einer Wahlpflicht-AG teil. Fachlich angeleitet wurden die Jugendlichen von „Let’s MINT-Reparierexperten“ – (ehemaligen) Mitarbeitern der beteiligten Mitgliedsunternehmen. Diese waren ausgebildet im Bereich Elektronik / Radio- und Fernsehtechnik sowie Metallbearbeitung. Zudem unterstützten regelmäßig Auszubildende aus den Mitgliedsunternehmen die Reparierwerkstätten.

Die Let’s MINT-Reparierwerkstätten an Schulen hatten folgende Zielsetzung:

1. die technologische Kompetenz von Schüler/innen stärken 2. die ökologische Kompetenz von Schüler/innen stärken 3. technisches Interesse wecken 4. in den beteiligten Schulen und Mitgliedsunternehmen ein Bewusstsein schaffen für die Entwicklung und Nutzung nachhaltig gestalteter Gebrauchsgüter und die Akzeptanz für diese erhöhen 5. implizites Reparaturwissen bewahren und auch durch die inzidentell vermittelten Schlüsselqualifikationen (Kreativität, Problemlösungskompetenz, ganz-heitliches Denken und Handeln etc.) für die Entwicklung zukunftsfähiger Lebensstile nutzbar machen 6. Selbstkenntnisse der Schüler/innen und ihre Entscheidungskompetenz bei der Berufsorientierung verbessern

Praxiserfahrungen im Handbuch zusammengestellt 

Unsere Projektauswertung hat gezeigt, dass diese Ziele erreicht werden können. Dafür bedarf es aber bestimmter Voraussetzungen. Welche dies sind, haben wir in einem Handbuch Reparierwerkstätten an Schulen zusammengefasst. Als wir die erste Werkstatt einrichteten, fingen wir praktisch bei null an. Praxiserfahrungen aus einem dauerhaften Betrieb von Schul-Reparierwerkstätten gab es Mitte 2016 noch nicht. Und so nützlich und wichtig das professionelle Know-how der beteiligten Let’s MINT-Technikunternehmen war und ist, die Anforderungen einer Reparierwerkstatt an Schulen sind andere als in Handwerks-und Industrieunternehmen.

Deshalb möchten wir unser Wissen aus der gut zweijährigen Laufzeit des Modellprojektes „Let’s MINT-Reparierwerkstätten an Schulen“ allen Interessierten zur Verfügung stellen. Dass Handbuch können Sie sich kostenlos als PDF-Datei unter dem entsprechenden Reiter herunterladen.

Mädchen und Jungen der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln haben in einem Projekt eine Reparier-Web-App erstellt. Dafür haben sie sich mit den Themen Ressourcenschonung durch Reparatur beschäftigt, verschiedene Exkursionen durchgeführt und mehrere Filmclips gedreht. Zwei dieser Filme finden sie auch auf dieser Seite.

Wir würden uns sehr freuen, wenn die Schulreparierwerkstätten viele Nachahmer finden!

Logo der DBU die Förderer von Let's MINT ist Logo der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück Förderer von Let's MINT

Tüfteln macht schlau – Handbuch Schul-Reparierwerkstätten

Aus der Praxis für die Praxis – so lautete die Maxime bei Einrichtung und Betrieb unserer Reparierwerkstätten an Schulen. Und dieser Grundsatz leitete uns auch bei dem Handbuch Schul-Reparierwerkstätten. 

Wir haben den Leitfaden für Schulen, Vereine, Verbände oder Unternehmen erstellt, die mit Schüler/innen reparieren möchten. Dabei haben wir uns bemüht, unsere vielfältigen Erfahrungen aus der über zweijährigen Pilotphase „Let’s MINT Reparierwerkstätten an Schulen“ möglichst praxisorientiert zusammenzufassen.

Das Handbuch Schul-Reparierwerkstätten ist als Arbeitsbuch konzipiert. Das Layout mit den unterschiedlichen Farben strukturiert die Inhalte übersichtlich und soll Ihnen einen schnellen Zugriff auf die für Sie wichtigen Informationen ermöglichen. Checklisten und viel Platz für eigene Notizen laden dazu ein, mit dem Leitfaden konkret zu arbeiten.

Um Druckkosten zu sparen, können Sie sich auch die Druckversion der Checklisten ohne Fotos herunterladen.

Download Handbuch Schulreparierwerkstätten

Aufnahme des Handbuchtitels mit Förderlogos sowie einen Foto, das zwei reparierende Schüler/innen zeigt

Download Druckversion Checkliste – ohne Fotos

Aufnahme vom Titelblatt der Checklisten zum Ausdrucken mit Let's MINT-Logo und Schriftzug aber ohne Fotos

Dokumentenvorlagen

Beim Betrieb unserer Reparierwerkstätten an Schulen haben wir für den sicheren und vorschriftsmäßigen Ablauf innerhalb der Werkstatt, die Kommunikation mit Nutzern, die Dokumentation etc. zahlreiche Dokumentenvorlagen entwickelt. Bei Interesse an den insgesamt 12 Vordrucken nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf über mail@letsmint.de

 

 

Video Let’s MINT-Reparierwerkstatt an der Oberschule Bad Laer

Im Sommer 2018 besuchten die Schüler/innen der Projektgruppe Reparier-Web-App die Let’s MINT-Reparierwerkstatt Bad Laer, interviewten Schüler, Schulleiterin und Let’s MINT und warfen einen Blick hinter die Reparierkulissen.

Und das ist das Ergebnis:

 

Video Let’s MINT im Bundesumweltministerium

Im Juni 2018 waren wir im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu Gast. Hier durften wir der Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter erste Ergebnisse und Auswertungen unseres gut zweijährigen Piloten Reparierwerkstätten an Schulen vorstellen. Die Schüler/innen der Projektgruppe Reparier-Web-App waren mit der Kamera dabei: