Schüler übergeben Vorschläge im Umweltministerium

Schüler haben sich mit der Staatsekretäring zum Gruppenbild aufgestellt. Vie Schüler halten Präsentationspappen in den Händen.

Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter von Reparierwerkstatt beeindruckt

Lob und Anerkennung von höchster Stelle gab es jetzt für die „Let’s MINT-Reparierwerkstätten an Schulen“ beim Besuch im Berliner Umweltministerium: Mit 16 Schülerinnen und Schülern von den Oberschulen in Bad Laer und Glandorf sowie der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln waren wir im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu Gast. Hier präsentierten die Mädchen und Jungen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter die wichtigsten Ergebnisse aus zwei Jahren praktischer Reparierarbeit. Die Staatssekretärin zeigte sich vom Projekt und der Arbeit der Schüler ehrlich beeindruckt: „Ob Flachbildschirm, PC oder Waschmaschine – wenn sie mal defekt sind, denken viele zuerst ans Wegwerfen statt ans Reparieren. Euer Projekt hat umfassend bewiesen, dass es auch umgekehrt geht und auch gehen muss, denn ständig etwas neu kaufen, kostet viel Geld, verschwendet Energie und Rohstoffe.“

Weit über 100 Geräte überprüft

Tortendiagramm führt Gründe auf, warum Geräte nicht reparierbar waren: 33 % waren nicht zu öffnen oder es war Spezialwerkzeug erforderlich, bei 31% fehlende Ersatzteile, 21% waren irreparabel, bei 6% wurde der Fehler nicht gefunden, 8% Sonstiges.Weit über 100 Geräte und Gegenstände aus Haushalt und Garten haben die Schüler unter Anleitung von Reparierexperten in zwei Jahren überprüft und über die Hälfte erfolgreich in Stand gesetzt. „Ungefähr ein Drittel der abgegebenen Geräte konnten wir nicht reparieren, weil sie nicht zu öffnen waren oder es keine Ersatzteile gab“, berichteten Chris und Leon der Staatssekretärin. Deshalb übergaben die Schüler Rita Schwarzelühr-Sutter am Ende ihrer Präsentation eine Liste mit Vorschlägen, wie reparierbare Geräte hergestellt werden können. Dazu gehören Merkmale wie verschraubte statt verklebte Gehäuse, der Einsatz von Standardschrauben und -bauteilen sowie die Veröffentlichung von Schaltplänen. Zudem baten die Jugendlichen die Staatssekretärin, sich bei den Herstellern für die Produktion reparierbarer Geräte stark zu machen.

Tolle Anerkennung für umfangreiche Dokumentation der Reparaturen

Ihre konkreten Vorschläge konnten die Schüler direkt aus ihrer Reparierarbeit ableiten, über die sie zwei Jahre lang penibel Buch führen mussten. Eine eher unbeliebte Arbeit, über deren Einhaltung die Projektverantwortlichen von Let’s MINT Andrea Bornhütter-Kassen und Andrea Rehder sorgsam wachten. Denn die Dokumentation ist ein wichtiger Bestandteil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt fachlich und finanziell geförderten Pilotprojekts, das auch von der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück unterstützt wird. Wie wichtig diese Arbeit war, versicherte nun auch Rita Schwarzelühr-Sutter den Jugendlichen: „Wir wollen, dass ein Smartphone über mehrere Jahre einwandfrei funktioniert und jeder und jede von uns den Akku alleine wechseln kann, wenn er mal kaputtgeht. Wir wollen, dass Waschmaschinen, Staubsauger oder Kaffeemaschinen robust gebaut werden und lange halten, wenn man sie in der üblichen Weise benutzt. In der Europäischen Union können wir dafür Produktvorgaben machen, nämlich in der Ökodesign-Richtlinie. Und teilweise haben wir das auch schon gemacht. Wir müssen aber noch viel mehr in diese Richtung unternehmen. Dafür gibt uns euer Projekt Rückenwind.“-  Eine tolle Anerkennung für die Schüler.

VIP-Führung durchs Ministerium

Und es kam noch besser: Nach der Präsentation erhielt die Let’s MINT-Gruppe noch eine VIP-Führung durch das Ministerium bis hinauf auf die Dachterrasse und in den Trakt der Ministerin. Dabei erfuhr sie einiges über die bewegte Geschichte des Gebäudes, in dem auch noch ein Stück der Berliner Mauer zu sehen ist. Zum Abschluss erkundeten die Schüler in Gruppen das Regierungsviertel. Und eigentlich war die Berlin-Exkursion fast ein Wandertag: Mindestens neun Kilometer sind wir gelaufen! Trotz der recht anstrengenden Tagestour waren sich hinter alle einig: Diese Berlinfahrt hat sich wirklich gelohnt.

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